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Senner Pferde in Lopshorn
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Geschichte - Senner Pferde in Lopshorn

Gemälde Senner Pferde

Bekannt ist die Senne nicht zuletzt durch die Senner Pferde, die frei in den großen Heiden umherschweiften, bis man sie eingefangen, gezähmt und ihre Züchtung begonnen hat.

Die Geschichte des Fürstlich Lippischen Hofgestüts verliert sich im Dunkel der Vorzeit und dürfte auf die wilden Pferdeherden zurückführen, welche einst in den Wäldern Deutschlands bestanden und von den Urbewohnern erlegt oder gezähmt wurden. Lippische Pferde scheinen schon seit Jahrhunderten sehr beliebt gewesen zu sein, da sie vielfach an hervorragende Personen verschenkt wurden.

Der 30-jährige Krieg räumte unter den Pferdebeständen von 200 Zuchtstuten und deren Nachkommen entsetzlich auf, so dass nur wenige Stuten für die Wiedereinrichtung übrig blieben. Im Jahre 1684 verlegte Graf Simon Henrich die Gestütsgebäude aus dem höher gelegene Waldgelände, dem ständigen Weidegebiet der Pferde im Sommer, nach Lopshorn, wo er ein Jagdschloss erbaute.

Es waren die Pferde des lippischen Fürstenhauses, die über Jahrhunderte in der Sandlandschaft gelebt und diese auch geprägt haben. Der Verbiß verhinderte eine vollständige Bewaldung der Region. Ohne Zweifel hat die nahezu 1000-jährige Geschichte der Senner Pferde einen Einfluss auf die Vegetationsentwicklung der Heiden und Wälder der Oberen Senne gehabt. Nach dem ersten Weltkrieg endete die Sennerzucht unter Obhut des lippischen Fürstenhauses.

Bei der 1971 begonnenen Regeneration der Rasse unter dem Detmolder Karl-Ludwig Lackner wurde nach den Grundsätzen der Lopshorner Pferdezucht verfahren und auf 

Basis der bodenständigen Senner Stuten Anschluss an die alten Lopshorner Zuchtgrundsätze gesucht und gefunden.

In den letzten Jahren ist vermehrt auf die Senner aufmerksam gemacht worden, so dass heute viele Menschen der Region wissen: Es gibt sie noch, die älteste deutsche Pferderasse. Es werden auch in Augustdorf, wo Jagdschloss und Gestüt Lopshorn 1945 zerstört wurden, Senner Pferde wieder gezüchtet.

Seit Februar 2005 steht erstmals ein Senner Hengst, Harlekin von Rio Grande xx aus der Sennerstute Anabell von Tallis AA, Züchter Franz Lödige, Besitzer Biologische Station Senne, im Westfälischen Landgestüt Warendorf der Westfälischen- und der Sennerzucht zur Verfügung.


Erbgraf Leopold zur Lippe-Biesterfeld um 1900 vor dem Zeughaus

 
   

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