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Anfang des 19. Jahrhunderts muss das Zeughaus abgebrannt sein, denn ein undatierter "Plan von der Einrichtung des
abgebrannten Zeughauses zu Lopshorn" zeigt den Grundriss für das bis 1945 erhaltene Gebäude.
Im Garten wurde das achteckige Brunnenhäuschen in barocker Bauweise erstellt. Durch ein Tretrad, in dem einige Männer laufen konnten, wurde die Schöpfvorrichtung des Brunnens betrieben.
Noch zu Lebzeiten Fürst Leopolds II. wurde das Schloss von Innen renoviert. Verschiedene gut erhaltene Detailzeichnungen verdeutlichen die Innenansichten. Auch für die Außenansicht wurden etliche Aufrisse gemacht, die z.T. auch ausgeführt wurden. Um 1850 präsentierte sich das Schloss mit Balkon und 4 kannelierten klassizistischen Säulen, die einen flachen Giebel trugen. Bereits 1869 zeigt eine Skizze das Jagdschloss mit einem Turm, springendem Pferd als Wetterfahne und der Uhr im Frontgiebel. Die beiden Hirsche, die Fürst Leopold III. vom alten Jagdschloss hatte holen lassen, flankierten das Eingangstor.

Lopshorn nach 1875
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Später wurden die drei Sandsteinfiguren "der Jäger und seine Hunde" ergänzt. Im Turm wurde eine Glocke für den Stundenschlag der Uhr angebracht.
Nach dem Tode Fürst Leopold III. ließ Fürst Woldemar das Jagdschloss noch einmal umgestalten und im Neurenaissance-Stil einrichten.
Wasserknappheit war immer ein großes Problem in Lopshorn, so dass bei Wassermangel das Wasser aus Detmold oder vom Donoper Teich herangefahren werden musste. Ende des 19. Jahrhunderts ließ Fürst Woldemar verschiedene Pläne und Kostenvoranschläge für eine Wasserleitung vom Donoper Teich nach Lopshorn machen, die schließlich aus Kostengründen verworfen wurden. Wünschelrutengänger veranlassten den Fürsten dann zu mehreren Bohrungen, die wenig Erfolg hatten und letztlich nur Wasser minderer Qualität und in kleinen Mengen lieferten. In Zisternen wurde das Regenwasser gesammelt.
Nach dem Tode Fürst Woldemars folgte 1895 Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe als Regent des Fürstentums. Der 1. Schiedsspruch im lippischen Thronfolgestreit bestimmte zwei Jahre später den Grafen Ernst zur Lippe-Biesterfeld zum
rechtmäßigen Regenten des Fürstentums.

Entwurf für eine Neurenaissance-Einrichtung des Salons
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