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Eine Chronik - Das 20. Jahrhundert bis zur Revolution

Eichenallee nach Lopshorn

Der 2. Schiedsspruch im Jahre 1905 entschied die Thronfolge zugunsten der Linie Lippe-Biesterfeld. Erbgraf Leopold, der älteste Sohn des Grafregen-
ten Ernst, folgte damit als Fürst Leopold IV. auf dem lippischen Thron.

An der sogenannten Haidspitze haben die lippischen Forstbeamten dem Grafregenten Ernst nach seinem Tode einen Gedenkstein gesetzt. Die Inschrift ist heute noch zu lesen.

Die Wasserversorgung bereitete immer wieder Sorgen. Durch einen spät erkannten Rohrbruch versickerte das Wasser monatelang und das Trinkwasser musste wieder aus Detmold herangefahren werden, bis der Schaden behoben war.


Gedenkstein an der Haidspitze bei Lopshorn

Um mehr Wohnraum für die Familie und die Bediensteten zu bekommen, wurde der Dachstuhl ausgebaut. Hierbei kam es aufgrund von früheren Umbauten zu ungewöhnlichen baulichen Konstruktionen: Da z. B. die Mansardenfenster zu hoch lagen, wurden kleine "Hochsitze" gebaut, von denen aus man einen herrlichen Ausblick hatte.

Beheizt wurde das Schloss mit Holz in großen Kachelöfen im ersten Stockwerk und eisernen Öfen in 2. Stock und im Dachgeschoss. Die Holzfeuerung verlieh dem Haus einen unvergesslichen Geruch.

Schon früh hatte Fürst Leopold ein Haustelefon installieren lassen, mit dem er auch zum "Kreuzkrug" telefonieren und sich über den Stand des Wildes informieren lassen konnte. Eine Postleitung mit öffentlicher Nummer kam später hinzu.


Fürstliches Jagdschloss Lopshorn mit neuen Dachausbauten

 
   

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